Tagestipps im Radio

Tagestipps

Dienstag 18:05 Uhr Bayern 2

IQ - Wissenschaft und Forschung

Ein Jahr in der Arktis Miriam Stumpfe im Gespräch mit Polarforscher Markus Rex Es war ein gewagtes Vorhaben: Mit dem Eisbrecher "Polarstern" haben sich Forscher und Forscherinnen ein Jahr lang im Meereis der Arktis einfrieren lassen. Die ganze Polarnacht hindurch driftete das Schiff mit dem Eis quer durchs Nordpolarmeer. Rundherum bauten die Wissenschaftler auf der Scholle eine Forschungsstation: Atmosphäre, Schnee, Eis, den Ozean darunter - all das haben sie ein Jahr lang ganz genau beobachtet und vermessen, bis die Scholle das treibende Schiff zwischen Grönland und Spitzbergen wieder entließ. Ein historisches Unterfangen mit einem gigantischen logistischen Aufwand: 300 Wissenschaftler waren bei der Expedition MOSAIC vor Ort - wobei die Corona-Pandemie die Pläne der Expedition vorübergehend auf den Kopf stellte: Um den Nachschub zu sichern, musste die Polarstern ihre Scholle kurzzeitig verlassen. Trotzdem sind die Forscher zufrieden: Sie haben einen Schatz an Daten mitgebracht. Jetzt geht es an die Auswertung. Wie haben die Forscher die aufregende Zeit im Eis erlebt? Haben die Messungen bereits neue Erkenntnisse zur wichtigen Rolle der Arktis im Klimasystem gebracht? Der Polarforscher und MOSAIC-Expeditionsleiter Prof. Markus Rex berichtet. Redaktion: Iska Schreglmann

Dienstag 19:15 Uhr Deutschlandfunk

Das Feature

Die Wurzeln des Misstrauens Russland und die Verhandlungen zur Deutschen Einheit 1990 Von Andreas von Westphalen Regie: Fabian von Freier Produktion: Deutschlandfunk 2019 Kaum ein Thema belastet das Verhältnis zwischen Russland und dem Westen so stark wie die Osterweiterung der NATO. Während der Westen sich keines gebrochenen Versprechens schuldig fühlt, sieht sich Russland belogen und betrogen. Dokumente zeigen: Beide Seiten machen es sich zu einfach. Gab es 1990 tatsächlich Zusagen des Westens, dass die NATO sich nicht nach Osten ausweiten würde? Gab es Versprechen, dass die Sowjetunion Teil einer europäischen Sicherheitsordnung werden sollte und ihre Sicherheitsinteressen berücksichtigt werden würden? Warum sonst war die Sowjetunion bereit, die Wiedervereinigung Deutschlands zu akzeptieren, dessen Einbindung in die NATO sowie den Rückzug ihrer eigenen 380.000 Soldaten und die Verkleinerung ihres politischen Einflussbereiches? Bis heute widersprechen sich die Narrative im Westen und in Russland. Was die blinden Flecken und Fehleinschätzungen auf beiden Seiten sind, was tatsächlich gesagt wurde, dazu äußern sich Historiker aus Deutschland, den USA und Russland. Welche Lehren kann man hieraus für die Probleme der Gegenwart ziehen? Die Wurzeln des Misstrauens

Dienstag 19:30 Uhr Deutschlandfunk Kultur

Zeitfragen. Feature

CO2-Kompensation Von schlechtem Gewissen, gutem Geld und faulen Kompromissen Von Robert B. Fishman Die Deutschen lieben die Natur. Umfragen bescheinigen ihnen ein hohes Umweltbewusstsein. Doch wenn es ans Handeln geht, sieht es schlecht aus. Jeder Bundesbürger belastet die Atmosphäre mit durchschnittlich elf Tonnen Treibhausgasen pro Kopf und Jahr, deutlich mehr als im weltweiten und im EU-Durchschnitt. Die Gründe: die vielen Kohlekraftwerke, der hohe Fleischverbrauch und unsere Konsumgewohnheiten - vor allem das Reisen. Schon seit einigen Jahren gibt es die Möglichkeit, den eigenen CO2-Fußabdruck recht einfach zu verkleinern: mit Geld. Nach einem Flug zum Beispiel zahlt man einer gemeinnützigen Organisation oder auch einer kommerziellen Agentur einen Betrag, mit dem dann zum Bespiel Klimaschutzprojekte im globalen Süden unterstützt werden. CO2-Kompensationen nennt sich das Angebot, und die Branche floriert. Doch was bringen diese Ausgleichszahlungen wirklich fürs Klima? Wer steckt dahinter? Wer profitiert? Und sind solche Angebote wirklich mehr als die Beruhigung eines schlechten Umweltgewissens.

Dienstag 20:03 Uhr SRF 1

Doppelpunkt

Selbst schuld, wenn sie zu ihrem Schlägertyp zurückgeht? Alle vier Wochen wird eine Frau innerhalb der Partnerschaft getötet - bei uns, in der Schweiz. Das zeigen Zahlen der Polizei. Das Entsetzen ist jeweils gross. Noch im selben Atemzug wird gefragt, was sie getan hat, damit es soweit kommen konnte.

Dienstag 20:05 Uhr NDR Blue

NDR Blue In Concert

Das tägliche Radiokonzert - Heute mit Ed Sheeran (1/2) Der britische Singer-Songwriter hat als Straßenmusiker angefangen, heute ist er Labelbesitzer und einer der größten aktuellen Popstars überhaupt. Drei Alben hat er schon veröffentlicht, vier Brit Awards gewonnen und auch einige Platinauszeichnungen gewonnen. Auf der ganzen Welt ist er mittlerweile erfolgreich; auch in Göttingen hat er schon einmal gespielt: Wir haben für Sie den Auftritt von Ed Sheeran beim NDR 2 Soundcheck Festival 2012.

Dienstag 20:10 Uhr Deutschlandfunk

Hörspiel

T.A.Z. - Temporäre Autonome Zone Von wittmann/zeitblom Übersetzer: Jürgen Scheider Komposition: zeitblom Regie: wittmann / zeitblom Mit Christian Wittmann, Bernhard Schütz, Björn Bugri, Alice Dwyer, Oliver Stritzel, Hans-Jochen Wagner, Hitomi Makino Produktion: Deutschlandradio Kultur 2012 Die T.A.Z. - Temporäre Autonome Zone ist eine Idee von Hakim Bey alias Peter Lamborn Wilson. Unter diesem Titel veröffentlichte der US-amerikanische Schriftsteller und Philosoph 1991 eine Sammlung kulturpolitischer und philosophischer Essays. Auszüge daraus und ein Interview von 1994 bilden die Grundlage der Hörcollage. Hakim Bey nennt sich selbst einen anarchistischen Ontologisten und fordert: Bildet keine Menschenketten - vandalisiert! Protestiert nicht - verunstaltet! Will man euch Hässlichkeit, mieses Design und blöden Müll aufzwingen, übt Vergeltung. Zerschlagt die Symbole des Imperiums im Namen von nichts anderem als dem Herzenswunsch nach Anmut [...] Die Attacke gilt den Strukturen der Kontrolle, im Wesentlichen den Ideologien. T.A.Z. - Temporäre Autonome Zone

Dienstag 21:00 Uhr NDR 2

NDR 2 Soundcheck Live

Im NDR 2 Radiokonzert: Bosse, Hurricane Festival in Scheeßel, Juni 2019 - Der Wahl-Hamburger Axel Bosse hat mit 17 in der Band "Hyperchild" angefangen und sich mittlerweile zu einer festen Größe in der deutschen Musik-Szene gearbeitet. Hören Sie Bosse im NDR 2 Radiokonzert beim Hurricane Festival, 2019. Schon als Kind soll der in Braunschweig geborene und im Dorf Hemkenrode aufgewachsene Axel hyperaktiv gewesen sein - und daran hat sich auch als 40-jähriger wenig geändert: ohne Unterbrechung tanzt, springt, schwingt und singt Bosse durch seine Konzerte. Bosse gibt allen das Gefühl, dass er in jeder einzelnen Minute des Auftritts für jeden einzelnen Zuschauer da ist. Und so präsentierte sich einer der besten deutschen Popsänger- und Schreiber auch beim Hurricane Festival 2019 mit Songs seines siebten Albums "Alles ist jetzt", garniert mit seinen älteren "Klassikern" wie "Schönste Zeit" und "So oder so". Bosse und seine fabelhafte Band waren schon fünfmal beim Hurricane zu Gast, 2009 auf einer Nebenbühne am Mittag, 2019 als Top Act auf der Hauptbühne um 20 Uhr -"Prime Time", wie er selbst sagt! Und sein riesiges Publikum tanzte, feierte und sang inbrünstig mit - ein legendärer Auftritt, nachzuhören im Festival-losen Jahr 2020 im NDR 2 Soundcheck-Live-Radiokonzert! Axel Bosse geht im Herbst 2021 mit nagelneuem Album auf ausgedehnte Deutschland-Tour. NDR 2 wird die "Live 2021"-Tour in Kiel, Bremen, Hamburg und Hannover präsentieren. Der Vorverkauf für diese Konzerte begann am 17.11.2020.

Dienstag 21:00 Uhr SRF 2 Kultur

Jazz Collection

Der Weg des Klangs So freundlich und überaus bescheiden ist Chris Wiesendanger in der persönlichen Begegnung, dass die Qualität, die Kraft und das Klangbewusstsein seines Klavierspiels manchmal fast überraschen - wie kann ein so brillanter Pianist so zugewandt sein?

Dienstag 21:05 Uhr Deutschlandfunk

Jazz Live

Rasanz und Innigkeit (1/2) Nils Wograms Root 70: Nils Wogram, Posaune Hayden Chisholm, Saxofon Jochen Rückert, Schlagzeug Matt Penman, Kontrabass Aufnahme vom 20.9.2020 aus dem Loft, Köln Am Mikrofon: Jan Tengeler (Teil 2 am 1.12.2020) Vor 20 Jahren gründete Posaunist Nils Wogram die Band Root 70 - ein pianoloses Quartett mit Vorliebe für vertrackte Rhythmen und Vierteltöne, aber auch voll tiefer Liebe zur Jazztradition. Diesen Herbst ging das Ausnahmeensemble auf Jubiläumstour. Auch wenn zur Band zwei Neuseeländer gehören und die Musiker heute in der Welt verstreut leben: Root 70 war und ist ein Aushängeschild des deutschen Jazz. Auf derart hohem handwerklichen Niveau, mit solch kompliziertem Material, aber auch mit so unverstellter Sinnlichkeit, hat hier zuvor keine andere Band gespielt. Hauptkomponist des Repertoires ist Bandleader Nils Wogram. Neun Alben hat sein Quartett bisher veröffentlicht; jedes stand im Zeichen eines anderen musikalischen Konzeptes. So fächerten Root 70 bekannte Standards der Jazzgeschichte mikrotonal auf, arbeiteten mit Streichern oder widmeten sich dem Blues. Für die Jubiläumstour konnten die vier Musiker aus dem Vollen schöpfen. Rasanz und Innigkeit (1/2)

Dienstag 22:03 Uhr Deutschlandfunk Kultur

Feature

Schwerpunkt: Eine Welt 2.0 - Dekolonisiert euch! Dekolonisiert euch! Öffentlich-rechtliche Medienhäuser und die Migrationsgesellschaft Von Hadija Haruna-Oelker und Lorenz Rollhäuser Regie und Ton: Lorenz Rollhäuser Produktion: Deutschlandfunk Kultur 2020 Länge: 54"30 (Ursendung) Geschichten leben davon, wer sie erzählt. Was aber, wenn Medienschaffende zu einem großen Teil aus ähnlichen kulturellen und sozialen Milieus stammen? Wie differenziert werden sie dann erzählt? Nicht differenziert genug, zeigen die Autor*innen. "Eine Welt 2.0 - Dekolonisiert euch!", lautet das Schwerpunktthema der Denkfabrik von Deutschlandradio für das Jahr 2020. Nicht ohne Grund, denn mehr als ein Viertel der Bevölkerung in Deutschland hat eine Migrationsgeschichte. Doch die gesellschaftliche Vielfalt spiegelt sich nicht in den Redaktionen und Führungsetagen der deutschen Rundfunkanstalten wider. Und so fragen die Autor*innen: Was tut sich eigentlich bei den Öffentlich-Rechtlichen selbst in Sachen Vielfalt? Welche Schritte zu mehr Diversität werden unternommen? Was würde es bedeuten, eine Rundfunkanstalt zu dekolonisieren? Die Autor*innen besuchen Sender und Redaktionen in München, Berlin, Köln, Frankfurt und Hamburg. Sie sprechen mit Menschen, die vor oder hinter der Kamera oder dem Mikrofon stehen, die Entscheidungen treffen, aber auch mit denjenigen, die dort bisher noch keine Plattform gefunden haben - und deshalb auf anderen Plattformen eigene, unabhängige Formate produzieren. Das Feature versteht sich als Bestandsaufnahme, Aufforderung und Ermutigung, und bringt Erfahrungen zusammen, von denen die Sender untereinander lernen können. Lorenz Rollhäuser, geboren 1953 in Marburg, schreibt vor allem Features: "Mutters Schatten" (NDR 2008) wurde mit dem Prix Europa ausgezeichnet, "Kreuzberg von oben" (DKultur/WDR/NDR 2014) mit dem DokKa-Preis. Zuletzt: "Haus der Weißen Herren" (Deutschlandfunk Kultur 2017), "Painkillers" (NDR/Deutschlandfunk 2018) und "Reset im Regenwald. Der Hype um Ayahuasca" (Deutschlandfunk Kultur/NDR 2019). Hadija Haruna-Oelker, geboren 1980, ist eine deutsche Politologin, Journalistin und Moderatorin. Schwerpunkte ihrer Arbeit sind Jugend, Soziales, Migration, Rassismusforschung und Identität der Schwarzen Diaspora in Deutschland. Haruna-Oelker ist zudem in der Initiative Schwarze Menschen in Deutschland (ISD) und dem Journalistennetzwerk Neue Deutsche Medienmacher (NdM) aktiv. Zuletzt veröffentlichte sie den Aufsatz "Aufstieg von rechts. Welche Schuld trägt links?" im Sammelband "Trigger Warnung. Identitätspolitik zwischen Abwehr, Abschottung und Allianzen" (Verbrecher Verlag 2019). Dekolonisiert euch!

Dienstag 22:04 Uhr WDR5

U 22 - Unterhaltung nach zehn: UaW (1/2)

Mit Nessi Tausendschön WDR 5 Kabarettfest Köln Mit Thilo Seibel, William Wahl, Jens Heinrich Claassen und dem Duo Mackefisch Aufnahme vom 27. September aus dem Theater am Dom

Dienstag 23:00 Uhr rbb Kultur

MUSIK DER GEGENWART

Mit Andreas Göbel Helmut Lachenmann zum 85. Geburtstag Bis in die 80er-Jahre hinein polarisierte seine Musik, wurden Aufführungen seiner Werke gestört oder kamen erst gar nicht zustande. Inzwischen genießt Helmut Lachenmann längst das Ansehen als einer der wichtigsten Komponisten und Musikdenker der Gegenwart. Mit seiner ""Musique concrète instrumentale"" hat er Musikgeschichte geschrieben und weit mehr geleistet als ""nur"" das Geräusch gleichberechtigt in die Musik einzuführen. Am 27. November wird Helmut Lachenmann 85 Jahre alt. bis 00:00 Uhr

Dienstag 23:03 Uhr SWR2

SWR2 MusikGlobal

Black Protest Von Manfred Bonson Es scheint nicht viel anders zu sein als in den 60er-Jahren: die Rassentrennung wurde beseitigt, nicht aber der Rassismus. Lieder der Afroamerikaner, erwachsen aus Blues, Spiritual und Gospel, spiegeln diese verzweifelte Situation, aber auch Lieder der Folksinger wie Joan Baez, Pete Seeger und Bob Dylan, die mit ihnen in der Bürgerrechtsbewegung kämpften. Gerade heute gehen sie wieder "unter die Haut."

Dienstag 23:05 Uhr BR-Klassik

Jazztime

News & Roots Neues aus Bayern: Mit dem Trio des Nürnberger Pianisten Peter Fulda, mit dem oberbayerischen Quartett "Buffzack" und mit dem Trio des Vibraphonisten und amerikanischen Wahl-Münchners Tim Collins Auswahl und Moderation: Henning Sieverts

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